Rechner für die Ladezeit der Autobatterie

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Nicht nur eine völlig entladene Batterie (was möglichst vermieden werden sollte) muss aufgeladen werden, sondern auch eine, die im täglichen Betrieb ist. Die Ladedauer ist jedoch in beiden Fällen unterschiedlich. Oft liegt sie zwischen 8 und 12 Stunden. Unser Online-Rechner hilft Ihnen dabei, die benötigte Ladezeit für Ihre Autobatterie zu berechnen, basierend auf dem Laden mit konstantem Strom.

Das erste Aufladen einer neuen (trocken vorgeladenen) Batterie kann relativ lange dauern: 25–50 Stunden. Wie lange eine gebrauchte Batterie geladen werden muss, hängt von ihrem Entladungsgrad, der bisherigen Nutzungsdauer und dem allgemeinen Zustand ab. Bei einer tiefentladenen Batterie können 14–16 Stunden oder mehr erforderlich sein.

Wann, wie und mit welchem Strom laden?

In der Regel wird der Ladezustand der Batterie anhand der Säuredichte des Elektrolyten beurteilt. Die Dichte einer voll geladenen Batterie sollte 1,26–1,28 g/cm³ betragen, die Spannung mindestens 12,5 V (je nach Region und ursprünglicher Dichte auch 12,7–12,9 V). Je niedriger die Dichte, desto stärker ist die Batterie entladen. Ein Rückgang der Dichte um 0,01 g/cm³ im Vergleich zum Nennwert bedeutet, dass sich die Batterie um etwa 6–8 % entladen hat. Der Ladezustand sollte immer an der Zelle mit der geringsten Dichte ermittelt werden.

Ladezustand (%) Säuredichte (g/cm³) Entladungsgrad (%) Batteriespannung (V) Ladezeit bei 10 % der Kapazität (Std.)
100 1,277 0 12,73 Nicht nötig
90 1,258 10 12,62 2
80 1,238 20 12,50 4
70 1,217 30 12,37 6
60 1,195 40 12,24 8
50 1,172 50 12,10 10
40 1,148 60 11,96 13
30 1,124 70 11,81 16
20 1,098 80 11,66 20
10 1,073 90 11,51 24
0 1,06 100 11,4 Sulfatierung

 

Eine Blei-Säure-Batterie, die im Sommer zu mehr als 50 % und im Winter sogar nur zu mehr als 25 % entladen ist, muss ausgebaut und nachgeladen werden. Eine zusätzliche Ladung ist auch dann erforderlich, wenn die Säuredichte in den einzelnen Zellen um mehr als 0,02 g/cm³ voneinander abweicht.

Als optimaler Ladestrom gilt ein Wert, der 0,05 der Kapazität entspricht (Ausgleichsladung). Für eine Batterie mit 55 Ah beträgt dieser Wert beispielsweise 2,75 A, für 60 Ah sind es 3 Ampere. Ziel dieser Methode ist die vollständige Regenerierung der aktiven Massen in allen Platten des Akkumulators.

Eine Ausgleichsladung kann die Auswirkungen von Tiefentladungen neutralisieren. Sie wird empfohlen, um die Sulfatierung der Elektroden zu beheben, die durch längeren Betrieb bei einem Ladezustand von unter 70 % verursacht wurde.

Häufiger wird die Standardladung mit einem Strom von 10 % der Kapazität (0,1 C) angewendet. Das bedeutet: Eine 55 Ah Batterie wird mit 5,5 A geladen, eine 60 Ah Batterie mit 6 A. Wichtig zu wissen: Je geringer der Ladestrom, desto tiefer und hochwertiger ist die Ladung, auch wenn dies mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Die Ladespannung sollte bei den meisten Batterien 14,4–14,8 V nicht überschreiten. Eine Spannung von 16,0–16,5 V ist nur für bestimmte Typen von Calcium-Batterien (Ca/Ca) zulässig, sofern der Hersteller dies ausdrücklich erlaubt. Für AGM- und GEL-Batterien ist eine solch hohe Spannung zerstörerisch.
Einen Strom von mehr als 1/10 der Kapazität anzulegen ist schädlich, aber auch weniger als 1/20 ist bei einer normalen Ladung wenig effektiv.

Methoden zum Aufladen der Batterie:

  • Konstantstrom-Ladung;
  • Konstantspannungs-Ladung;
  • Kombiniertes Verfahren (Automatikmodus).

Ladedauer Autobatterie Tabelle
Phasen der Batterieentladung

Ladezeit bei konstantem Strom

Formel zur Berechnung der Ladezeit: T = Q / I, wobei Q die nachzuladende Kapazität (Ah) und I der Ladestrom (A) ist.

Um die Ladezeit bei konstantem Strom abzuschätzen, ermittelt man zunächst den Entladungsgrad (in %), berechnet die fehlende Kapazität (in Ah), wählt den Ladestrom (üblicherweise 10 % der Nennkapazität) und berechnet die Zeit. Zum Ergebnis muss ein Zeitpuffer hinzugefügt werden, da der Wirkungsgrad des Prozesses nicht bei 100 % liegt.

Formel zur Berechnung der Ladezeit einer Autobatterie

Üblicherweise werden zur berechneten Zeit etwa 10–20 % (Faktor 1,1–1,2) addiert, da ein Teil der Energie für Wärmeentwicklung und elektrochemische Prozesse verbraucht wird. Die Zeit einfach zu verdoppeln ist nicht ratsam – dies führt zur Überladung und zum „Ausgasen“ des Elektrolyten.

Die Formel dient als Orientierungshilfe, aber überwachen Sie den Prozess unbedingt – besonders gegen Ende –, um starkes Gasen und Überhitzung zu vermeiden.

Wenn die Spannung an den Klemmen während des Ladevorgangs ein bis zwei Stunden lang nicht mehr ansteigt und der Elektrolyt aktiv „gasst“ (blubbert), ist die Batterie voll geladen.

Ladezustand der Autobatterie

So nutzen Sie den Rechner

Um herauszufinden, wie lange Ihre Batterie geladen werden muss, ohne sich mit Formeln zu befassen, können Sie einfach diesen Rechner verwenden.

Füllen Sie für die Online-Berechnung folgende Felder aus:

  1. „Nennkapazität“ – Die Kapazität Ihrer Autobatterie (in Ah).
  2. „Entladungsgrad“ – Der Prozentsatz, ermittelt über die Säuredichte-Tabelle, oder die Spannung, gemessen mit einem Voltmeter (im Ruhezustand, ohne Last).
  3. „Ladestrom“ – Die Stromstärke, die Sie am Ladegerät einstellen (üblicherweise 10 % der Kapazität).

Klicken Sie auf „Berechnen“, um die ungefähre Zeit bis zur Vollladung zu erhalten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  • Wie lange muss ich laden, damit das Auto anspringt?

    Um das Auto im Sommer zu starten, reicht es oft aus, die Batterie 30 Minuten lang mit 10 % der Kapazität zu laden. Das genügt, um die Spannung so weit anzuheben, dass der Anlasser dreht. Im Winter sollte die Batterie mindestens 1 Stunde ans Ladegerät. Die weitere Aufladung erfolgt dann durch die Lichtmaschine während der Fahrt.

  • Wovon hängt die Ladegeschwindigkeit ab?

    Die Ladegeschwindigkeit hängt von der Stromstärke ab. Je höher der Strom, desto schneller verläuft der Prozess, aber die Batterie erwärmt sich auch stärker. Das Überschreiten der empfohlenen Stromstärke (1/10 der Kapazität) zur Beschleunigung des Vorgangs ist schädlich für die Bleiplatten.

  • Wie viel Ampere soll ich beim Laden einstellen?

    Der Nennwert für den Ladestrom beträgt 10 % der Batteriekapazität. Bei einer 60 Ah Batterie sollten also 6 Ampere eingestellt werden. Für eine schonendere Ladung kann auch ein niedrigerer Wert gewählt werden (z. B. 2–3 A); die Ladezeit verlängert sich dadurch, aber die Ladung ist effizienter („dichter“).

  • Wie lange lädt eine 60 Ah Batterie?

    Das hängt vom Entladungsgrad ab. Eine komplett leere 60 Ah Batterie benötigt bei 6 A Ladestrom etwa 10–12 Stunden (unter Berücksichtigung des Stromabfalls am Ende des Prozesses bei automatischen Ladegeräten). Ist die Batterie nur zur Hälfte entladen, reichen 5–7 Stunden.

  • Wie viel Ampere muss eine volle Batterie anzeigen?

    Der Ladezustand wird über die Spannung (Volt) oder die Säuredichte geprüft, nicht über die Ampere an der Batterie selbst. Betrachtet man jedoch das Amperemeter des Ladegeräts: Beim Laden mit konstanter Spannung fällt der Strom gegen Ende fast auf 0 (0,1–0,5 A). Beim Laden mit konstantem Strom bleibt der Zeiger dort stehen, wo Sie ihn eingestellt haben, aber die Spannung steigt auf 14,4 V (oder höher bei Calcium-Batterien) und die Gasung beginnt.

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