Zahnriemenwechsel beim Mitsubishi Lancer 4G18 1.6
Der rechtzeitige Zahnriemenwechsel beim Mitsubishi Lancer ist von entscheidender Bedeutung, da ein Riss krumme Ventile zur Folge hat. Daher sollte man die Wartung nicht hinauszögern, zumal man den Zahnriemen beim Lancer 9 mit 1.6-Liter-Motor auch in Eigenregie wechseln kann.
Wann wechseln und welcher Zahnriemen ist für den Lancer 9 am besten?
Das Wechselintervall für den Zahnriemen beim Mitsubishi Lancer 9 beträgt 90.000 km. Darüber hinaus muss der Riemen gewechselt werden, wenn folgende Mängel festgestellt werden: Risse und Ablösungen, Abrieb und andere Spuren von Zahnverschleiß, heraushängende Fäden sowie Ölspuren auf der Riemenoberfläche. Öl greift den Gummi an und kann durch undichte Wellendichtringe (Kurbelwelle oder Nockenwelle) auf den Riemen gelangen.
Bei der Frage, welcher Zahnriemen der beste ist, wird oft das Originalteil genannt. Wenn der Preis jedoch zu hoch erscheint, kann man einen Kompromiss eingehen und auf hochwertige Aftermarket-Alternativen zurückgreifen.
Teilenummern für den Zahnriemen des Mitsubishi Lancer 9 (Motor 1.6 4G18):
- Original Mitsubishi MD342154. Alternativen: MITSUBISHI 1145A051, CONTITECH CT1008, GATES 5535XS, DAYCO 94904, INA 530051810 und andere.
Teilenummern für die Spannrolle des Mitsubishi Lancer 9:
- Original Mitsubishi MD356509. Alternativen: SKF VKM75625, INA 531067220, SNR NEP57008A6, TSN 6147 und andere.
Kosten für den Zahnriemen beim Lancer 9: Originalteile sind in der Regel teurer als Zubehörteile. Aftermarket-Produkte sind oft deutlich günstiger zu haben. Die Preise können je nach Region und Anbieter variieren.
Ein Zahnriemenwechsel in einer Fachwerkstatt verursacht Arbeitskosten für etwa 2,5 Arbeitsstunden, wobei der Stundensatz je nach Werkstatt variiert.
Anleitung: Zahnriemenwechsel beim Lancer 9
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in der Fotostrecke oben. Hier sind die wichtigsten Punkte des Vorgangs detaillierter beschrieben.
- Der Zahnriemenwechsel kann nicht nur auf einer Grube oder Hebebühne durchgeführt werden. Es ist auch möglich, den vorderen Teil des Fahrzeugs aufzubocken (natürlich mit Unterstellböcken gesichert) und das rechte Rad abzunehmen.
- Das Entfernen der Kurbelwellen-Riemenscheibe kann schwierig sein, da die Befestigungsschraube oft sehr fest sitzt. Eine gängige Methode ist das Lösen mit Hilfe des Anlassers. Dazu müssen die Zündspulen abgeklemmt werden (sicherheitshalber auch die Stromversorgung der Einspritzdüsen). Setzen Sie die Nuss auf die Schraube und positionieren Sie den Knebelgriff so, dass er gegen den Querlenker oder den Boden drückt. Betätigen Sie dann kurz den Anlasser (nicht länger als 1 Sekunde) – die Schraube sollte sich sofort lösen. Alternativ kann die Schraube gelöst werden, wenn ein Helfer bei eingelegtem fünften Gang fest auf die Bremse tritt.In manchen Reparaturanleitungen findet sich der Tipp, die Kurbelwellenschraube mit Hilfe eines alten Keilriemens zu lösen. Von dieser Methode raten viele Experten ab.
- Die Steuerzeiten beim Lancer 9 (Markierungen an Kurbelwelle und Nockenwelle) werden eingestellt, nachdem Riemenscheibe, Wasserpumpe und die untere Abdeckung entfernt wurden. Um die Markierungen auszurichten, den 5. Gang einlegen, das Rad montieren und drehen, bis die Markierung der Nockenwelle mit der am Motorblock übereinstimmt. Überprüfen Sie dann die Markierung der Kurbelwelle; wenn die Markierungen oben stimmen, muss auch die unten übereinstimmen.
- Bei der Montage der Spannrolle wird die Feder nicht sofort eingesetzt. Schrauben Sie die Rolle fest und legen Sie den Zahnriemen so auf, dass die der Rolle gegenüberliegende Seite straff gespannt ist. Erst danach wird die Feder eingesetzt, die für die automatische Spannung des Riemens sorgt. Anschließend wird die Zentralschraube der Rolle festgezogen.
Anzugsdrehmomente beim Zahnriemenwechsel (für Motoren 4G18/13):
- Schraube der Kurbelwellen-Riemenscheibe — 128 Nm;
- Schrauben der Wasserpumpen-Riemenscheibe — 9 Nm;
- Befestigungsschrauben der Wasserpumpe — 13 Nm;
- Schraube der Riemenspannrolle — 23 Nm.
Der „Patient“: Motor 4G18 mit 1,6 Liter Hubraum.
Zunächst das rechte Vorderrad abnehmen und die Radhausschale abschrauben.
So erhält man Zugang zur Riemenscheibe der Kurbelwelle. Die 3 Schrauben mit einem 10er Schlüssel lösen und die obere Zahnriemenabdeckung abnehmen.
Die Spannschrauben der Lichtmaschine und der Servopumpe lockern.
Die Antriebsriemen (Keilriemen) abnehmen.
Auf dem Foto: Die Spannschraube der Servolenkungspumpe.
Anschließend muss die Riemenscheibe der Wasserpumpe entfernt werden. Dazu mit einem Schraubendreher blockieren und die 4 Schrauben lösen.
Die Riemenscheibe abnehmen.
Nun muss die Kurbelwellenschraube gelöst werden, die die Riemenscheibe hält. Am besten eignet sich hierfür ein Schlagschrauber, da die Schraube mit hohem Drehmoment angezogen ist und oft festsitzt.
Wenn sich die Kurbelwellenschraube nicht lösen lässt, gibt es verschiedene Methoden, sie zu „überreden“. Eine der effektivsten ist die Nutzung des Anlassers, indem man den Knebelgriff mit Nuss gegen den Boden oder einen Querlenker abstützt. Details dazu finden Sie weiter unten.
Die Kurbelwelle auf Markierung stellen. Die Einstellmarkierung am Nockenwellenrad muss mit der Markierung am Zylinderkopf fluchten.
Wenn die Markierungen an Nockenwelle und Motorblock übereinstimmen, muss auch die Markierung an der Kurbelwelle passen.
Um den Zahnriemen aus- oder einzubauen, muss das Motorlager demontiert werden. Der Motor muss dabei entweder aufgehängt oder von unten an der Ölwanne abgestützt werden.
Die Befestigung des Lagers und des Servokompressors lösen.
Das Motorlager ist entfernt.
Mit einem 10er Schlüssel die Schrauben der unteren Zahnriemenabdeckung lösen und die Abdeckung entfernen.
Die untere Abdeckung.
Die Vorspannung der Rolle im unteren Motorbereich wird durch eine Feder erzeugt.
Die Spannrolle ist mit einer Schraube am Motorblock befestigt. Die Feder vorsichtig aushängen und die Rolle abnehmen.
Der Zahnriemen kann nun abgenommen werden.
Hier wurde ein Original-Set aus Riemen und Rolle von Mitsubishi verwendet.
Der neue Riemen wird von unten beginnend aufgelegt. Bei der Montage des neuen Riemens wird die Spannrolle zunächst maximal zur Seite gedrückt und mit der Schraube fixiert. Nach dem Auflegen des Riemens die Schraube der Rolle lösen; die Feder sorgt dann selbstständig für die korrekte Riemenspannung. Die Schraube mit einem Drehmoment von 20-26 Nm anziehen.
Schematische Darstellung des Vorgangs und der Anzugsdrehmomente der Verschraubungen.
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