Motorkontrollleuchte (Check Engine)
Der englische Ausdruck „Check Engine“ bedeutet wörtlich übersetzt „Motor prüfen“. Dieses Symbol befindet sich auf dem Armaturenbrett der meisten modernen Fahrzeuge, doch seine Bedeutung bleibt für viele unklar. Wenn dieses Symbol – ein gelbes oder orangefarbenes Motorsymbol – aufleuchtet und nicht mehr erlischt (oder sogar blinkt), stellt sich für den Fahrer sofort die Frage: „Was bedeutet das?“. Im Folgenden klären wir, warum die Motorkontrollleuchte (MKL) in Ihrem Auto leuchtet und wie Sie das Problem lösen können.
Ursprünglich wies diese Lampe auf Probleme mit dem Vergaser hin. Da moderne Autos jedoch mit komplexen Bordcomputern ausgestattet sind, kann die Meldung auf verschiedenste Störungen hindeuten. So kann der Fehler „Check Engine“ beispielsweise Probleme mit der Qualität des Kraftstoff-Luft-Gemischs, Zündstörungen oder vieles mehr signalisieren. Die Warnung kann sowohl durch harmlose Unregelmäßigkeiten als auch durch kritische Defekte ausgelöst werden.
Wenn die Motorkontrollleuchte brennt, ist also zunächst nur klar, dass das Motorsteuergerät (MSG) einen Fehler in einem der Fahrzeugsysteme registriert hat. Ein vollständiges Bild liefert erst eine Diagnose. Schauen wir uns die Hauptgründe an, warum die Lampe leuchtet und was zu tun ist.
TOP-10 Gründe, warum die Motorkontrollleuchte leuchtet
- Tankdeckel ist offen. Überprüfen Sie, ob der Tankverschluss fest zugeschraubt ist.
- Schlechter Kraftstoff. Das System kann empfindlich auf die Kraftstoffqualität reagieren. Die Lösung wäre, den Kraftstoff abzulassen und hochwertigeren zu tanken.
- Ölstand. Prüfen Sie zuerst den Ölstand mit dem Peilstab. Suchen Sie auch nach Rissen im Motorblock oder Öllecks.
- Probleme mit der Kraftstoffpumpe oder dem Sieb im Tank. Prüfen Sie, ob die Pumpe gleichmäßig läuft und keine ungewöhnlichen Geräusche macht.
- Verschmutzte Einspritzdüsen. Kann durch Reinigung der Injektoren behoben werden.
- Defekte Zündkabel oder Zündspulen.
- Problem mit den Zündkerzen. Das Symbol leuchtet oft bei Zündkerzenproblemen auf. Überprüfen Sie deren Funktion und tauschen Sie sie bei Bedarf aus.
- Fehlender Zündfunke in einem der Zylinder.
- Defekte Lambdasonde. Dieses Problem lässt sich meist nur durch den Austausch des Sensors oder (in seltenen Fällen) durch Reinigung beheben.
- Defekter Katalysator. Wird ebenfalls durch Austausch gelöst.
Dies sind nur die häufigsten Ursachen und Lösungen. Tatsächlich gibt es weitaus mehr Gründe. Eine Diagnose des Bordcomputers, der alle Fahrzeugsysteme überwacht, liefert ein genaueres Bild der Situation.

Die Motorkontrollleuchte im Kombiinstrument des Mazda CX-5

Beim Peugeot Partner befindet sich die Anzeige in der linken Ecke
Wie man die Motorkontrollleuchte löscht
Gehen wir genauer auf die Schritte ein, die Sie zuerst unternehmen sollten, um die leuchtende Anzeige loszuwerden. Der Algorithmus für die ersten Maßnahmen lautet wie folgt:
- Prüfen Sie, ob der Tankdeckel richtig geschlossen ist. Dies ist besonders relevant, wenn Sie gerade getankt haben und kurz darauf das Symbol aufleuchtet. Das bedeutet entweder, dass die Dichtheit des Kraftstoffsystems durch einen losen Deckel beeinträchtigt ist oder die Kraftstoffqualität zu wünschen übrig lässt.
- Überprüfen Sie den Zustand der Zündkerzen. Schrauben Sie diese heraus und führen Sie eine Sichtprüfung durch. Sehr oft sind Zündkerzen der Grund für die Aktivierung der MKL. Ursache können Rußablagerungen an den Elektroden sein, die Kriechströme verursachen. Solche Ablagerungen entstehen oft durch metallhaltige Zusätze oder Verunreinigungen im Kraftstoff. Ein Fehler kann auch auftreten, wenn der Elektrodenabstand 1,3 mm überschreitet. Informationen zur Diagnose anhand des Kerzenbildes und zum Austausch finden Sie in entsprechenden Fachartikeln.
- Ölstand. Wenn die Lampe nur bei warmem Motor aufleuchtet, halten Sie an und hören Sie auf den Motor. Möglicherweise nehmen Sie ungewöhnliche Geräusche wahr. Prüfen Sie den Ölstand mit dem Peilstab und füllen Sie bei Bedarf nach. Achten Sie auch auf Öllecks.
- Wenn Ihr Auto mit Sensoren für die Qualität technischer Flüssigkeiten (Motoröl, Kraftstoff usw.) ausgestattet ist, kann die Anzeige aufleuchten, wenn die entsprechenden Werte die Norm überschreiten. Die Lösung ist der Austausch der Filter oder der komplette Wechsel der Flüssigkeiten.
- Abklemmen des Minuspols der Batterie (für 15...20 Sekunden). Danach sollte die Check-Engine-Lampe erlöschen und die Uhr im Bordcomputer zurückgesetzt sein. Diese Methode hilft in zwei Fällen: Erstens bei einem banalen „elektronischen Schluckauf“ des Steuergeräts. Zweitens, wenn sich viele kleine, nicht gelöschte Fehler im Speicher angesammelt haben (oft verursacht durch schlechten Sprit oder Feuchtigkeit an den Kontakten).

Check Engine leuchtet – was soll ich tun?
Sie können versuchen, die Ursache selbst zu ermitteln, indem Sie die Blinksignale der Lampe zählen (falls Ihr Fahrzeug dies unterstützt) und diese mit der technischen Dokumentation abgleichen. Für verschiedene Autos gibt es unterschiedliche Intervalle und Codes zur Interpretation.
Die meisten Fehler, die der Indikator meldet, sind nicht kritisch. Die Diagnose kann auf zwei Wegen erfolgen: selbstständig oder in einer Werkstatt. Für die Selbstdiagnose benötigen Sie ein spezielles Gerät oder zumindest Software für Ihr Smartphone.
Zuerst sollten Sie jedoch analysieren, wie sich das Fahrverhalten nach dem Aufleuchten des Fehlers verändert hat. So können Sie entscheiden, ob Sie weiterfahren können oder das Fahrzeug lieber abstellen sollten, um Folgeschäden zu vermeiden.
| Fahrverhalten | Symbol leuchtet dauerhaft | Symbol blinkt |
|---|---|---|
| Motorleistung und Gasannahme sind unverändert | Weiterfahrt möglich | |
| Keine weiteren Warnleuchten im Kombiinstrument aktiv | ||
| Motor nimmt schlecht Gas an, Drehzahl begrenzt (Notlaufprogramm) | Weiterfahrt bedingt möglich (zur Werkstatt) | Weiterfahrt NICHT empfohlen |
Das Auto verhält sich drastisch anders:
| Weiterfahrt UNTERSAGT | |
Zusätzlich zur MKL leuchten andere Warnlampen:
| ||

Wann leuchtet Check Engine?

Ursache finden, warum die MKL leuchtet
Der Fehlercode kann mit einem Laptop und spezieller Software ausgelesen werden. Der Computer wird über ein Kabel mit dem OBD-Port des Fahrzeugs verbunden. Über den Laptop können auch Befehle an das Steuergerät gesendet oder Fehler gelöscht werden.
Eine einfachere Methode ist die Verwendung einer Smartphone-App zur Analyse des Steuergeräts (z. B. TORQUE für Android, verfügbar in kostenlosen und kostenpflichtigen Versionen). An die OBD-Buchse wird ein Bluetooth-Adapter (Autoscanner) angeschlossen, der die Daten ausliest. Wenn Sie keinen Laptop haben oder sich nicht mit Softwareinstallationen beschäftigen möchten, können Sie diese Arbeit einer Werkstatt überlassen. Dort ist das nötige Equipment vorhanden.
Beachten Sie, dass jedes Auto (und manchmal sogar jedes Steuergerät bei gleichen Autos unterschiedlicher Baujahre) eine unterschiedliche Liste von Fehlercodes hat. Nach dem Auslesen benötigen Sie daher eine Liste der Standard-Fehlercodes (Diagnostic Trouble Code – DTC). Diese finden Sie in Fachliteratur oder im Internet (z. B. in Foren zu Ihrem Fahrzeugmodell).
Eine weitere häufige Ursache bei Einspritzmotoren sind Probleme mit den Injektoren, insbesondere Ablagerungen. Die Lösung liegt in der Reinigung der Einspritzdüsen. Probleme mit Zündkerzen, Injektoren und eine aktive Motorkontrollleuchte können folgende Symptome verursachen:
- schlechte Motorleistung;
- hoher Kraftstoffverbrauch;
- Ruckeln beim Beschleunigen oder unruhiger Motorlauf;
- schwankende Leerlaufdrehzahl.
Der nächste Schritt ist die Überprüfung des Drucks im Kraftstoffsystem mithilfe eines Manometers. Der Standarddruck für die meisten Serienfahrzeuge liegt bei ca. 3 Bar (Atmosphären). Genaue Werte finden Sie im technischen Handbuch Ihres Autos. Ist der Druck deutlich niedriger, könnte das Problem bei einer defekten Kraftstoffpumpe oder verstopften Injektoren liegen. Ist der Druck dauerhaft niedrig, prüfen Sie die Pumpe. Fällt er kurz nach dem Start ab, prüfen Sie die Injektoren. Achten Sie auch auf das Filtersieb im Tank.
Es lohnt sich auch, die Isolierung der Hochspannungs-Zündkabel zu prüfen. Tun Sie dies am besten nicht nur visuell, sondern mit einem Multimeter im Ohmmeter-Modus. Der Mindestwert der Isolierung sollte nicht weniger als 0,5 MOhm betragen. Andernfalls muss das Kabel ersetzt werden.
Wie fahre ich mit leuchtender Motorkontrollleuchte zur Werkstatt?
Wenn Sie zur Werkstatt fahren müssen, achten Sie auf eine schonende Fahrweise:
- Geschwindigkeit nicht über 60 km/h;
- Motordrehzahl nicht über 2500 U/min;
- Schalten Sie Klimaanlage, Multimediasystem und andere nicht dringend benötigte Verbraucher aus, um den Motor zu entlasten;
- Vermeiden Sie abruptes Anfahren und Bremsen, fahren Sie vorausschauend.
Zur normalen Fahrweise sollten Sie erst nach der Diagnose und Behebung der Fehler zurückkehren.
Fazit
Denken Sie daran: Wenn die Motorkontrollleuchte aufleuchtet, ist Panik fehl am Platz. In den meisten Fällen sind die Ursachen nicht kritisch. Dennoch sollten Sie eine erste Diagnose anhand der oben genannten 5 Schritte durchführen. Achten Sie darauf, ob sich das Fahrverhalten geändert hat oder weitere Warnleuchten aktiv sind. Kleinere Mängel sollten behoben werden. Wenn die Leuchte danach nicht erlischt, führen Sie eine elektronische Diagnose durch, um den genauen Fehlercode und die Ursache zu ermitteln.
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