Zahnriemen- und Wasserpumpenwechsel beim Subaru Forester (DOHC)
Detaillierter Bericht zum Wechsel des Zahnriemens und der Wasserpumpe beim Subaru Forester. Das empfohlene Wechselintervall beträgt 100.000 km.
Für diesen Bericht wurden folgende Ersatzteile verwendet:
- Subaru 80673-3030 Wellendichtring Kurbelwelle vorne — 1 Stk.;
- GMB GT90020 Umlenkrolle Zahnriemen — 2 Stk.;
- GMB GT90130 Umlenkrolle Zahnriemen (gezahnt/glatt je nach Position) — 1 Stk.;
- Ina 531 0655 20 Spannrolle Zahnriemen — 1 Stk.;
- Subaru 13073-AA230 Umlenkrolle Zahnriemen (klein) — 1 Stk.;
- Subaru 21116-AA010 Dichtung Wasserpumpe — 1 Stk.;
- Subaru 80673-2160 Wellendichtring Nockenwelle — 2 Stk.;
- Subaru 80674-2160 Wellendichtring Nockenwelle — 2 Stk.;
- Subaru 15010-AA310 Ölpumpe komplett — 1 Stk.;
- GDB STI Wasserpumpe — 1 Stk.;
- Gates T328RB Zahnriemen — 1 Stk.
Überblick der Komponenten. Zahnriemen von Gates Racing.
Wasserpumpe (Modell GDB STI).
Riemenspanner von INA (in der Verpackung befindet sich oft das Originalteil).
Dichtungen für die Wasserpumpe.
Originale Umlenkrollen für den Zahnriemen.
Zahnriemen-Rollen von GMB.
Wellendichtringe (Simmerringe) für die Wellen.
Ölpumpe (12 mm Förderleistung).
Ansicht der Ölpumpe von der Rückseite.
Das komplette Ersatzteil-Set für die Motorwartung.
Beginn der Arbeiten. Kühlmittel ablassen: Unteren Ablasshahn öffnen oder Schelle lösen und Deckel des Ausgleichsbehälters entfernen. Zum Ausbau des Kühlers die zwei Stecker der Lüfter von unten trennen und die Schellen der Kühlerschläuche (oben und unten) lösen. Obere Kühlerhalterungen abschrauben und den Kühler nach oben herausziehen.
Keilriemen entfernen. Spannrolle lockern, Spanner herausdrehen – die Lichtmaschine senkt sich, der Riemen wird frei. Gleiches gilt für die Spannrolle der Klimaanlage (am besten die komplette Halterung entfernen, um Platz zu schaffen).
Kurbelwellenscheibe lösen. Bei Schaltgetriebe: Ein Helfer legt den 5. Gang ein und tritt fest auf die Bremse, um die Kurbelwelle zu blockieren, während Sie die Mutter lösen. Riemenscheibe abnehmen.
Die drei Zahnriemenabdeckungen entfernen (10er und 12er Nüsse). Das weitere Vorgehen hängt vom Umfang der Wartung ab. Wird nur der Riemen samt Rollen getauscht: Spanner, Rollen und Riemen abnehmen. Sollen auch Wasser- und Ölpumpe getauscht werden, erfolgt deren Ausbau nach der Demontage des Zahnriemens.
Für den Komplettwechsel (inkl. Wellendichtringe und Pumpe) müssen die 4 Nockenwellenräder demontiert werden. An den Einlassnockenwellen zuerst die kleinen Deckel abschrauben (je drei Schrauben), um an die Befestigungsschrauben der Räder (Inbus) zu gelangen.
Wichtig: Lösen Sie die Schrauben der Nockenwellenräder am besten bevor der alte Zahnriemen abgenommen wird. Blockieren Sie dabei wieder die Kurbelwelle (5. Gang + Bremse). Die Last auf den Riemen ist hoch, aber das erleichtert das Lösen enorm. Ohne Riemen ist es extrem schwierig, die Wellen gegenzuhalten.
Wechsel der Wellendichtringe. Die alten Dichtringe vorsichtig mit einem Schraubendreher heraushebeln, ohne die Lauffläche der Welle zu beschädigen.
Den unteren Kurbelwellensimmerring entfernen, indem man vorsichtig eine Spax-Schraube hineindreht und ihn dann mit einer Zange herauszieht.
Neue Dichtringe einpressen (eine passende Hülse oder eine 36er Nuss eignen sich gut als Einpresswerkzeug). Nockenwellenräder wieder montieren.
Wechsel der Wasserpumpe. Schläuche abziehen, Thermostat entfernen (restliches Kühlwasser tritt aus). Befestigungsschrauben (10er Kopf) lösen und Pumpe abnehmen.
Dichtfläche reinigen, neue Dichtung und Pumpe ansetzen. Achtung: Anzugsdrehmoment unbedingt beachten! Im Aluminiummotorblock reißen Gewinde sehr leicht aus (Richtwert ca. 12 Nm, bitte im Werkstatthandbuch prüfen). Falls die Ölpumpe auch gewechselt wird, die Wasserpumpe noch nicht fest verbauen.
Weiter geht es mit dem Austausch der Ölpumpe.
Schrauben der Ölpumpe lösen. Pumpe vorsichtig abhebeln (es läuft etwas Öl aus). Blockfläche von alten Dichtmasseresten reinigen und entfetten. Neue Dichtmasse auf die Pumpe auftragen, neuen Kurbelwellensimmerring einsetzen.
Wasserpumpe endgültig montieren und Thermostat einsetzen (idealerweise mit neuer Dichtung).
Spanner und Umlenkrollen montieren (außer der kleinsten Rolle, diese wird als letztes verbaut).
Zahnriemen auflegen. Markierungen beachten. Wir beginnen an der Kurbelwelle und arbeiten uns über die linke Seite (in Fahrtrichtung) vor.
Riemen über die Rollen und die linken Nockenwellenräder führen. Achten Sie strikt auf die Übereinstimmung der Markierungen auf den Rädern und den Strichen auf dem Riemen.
Kontrolle der Markierung am Kurbelwellenrad.
Der schwierigste Teil beim DOHC-Motor: Die zwei rechten Nockenwellenräder so ausrichten, dass die Markierungen passen (sie stehen durch die Ventilfedern unter Spannung und verdrehen sich leicht), und gleichzeitig den Riemen auflegen. Dies geht am besten zu zweit und mit zwei Schlüsseln zum Gegenhalten.
Alle Markierungen prüfen. Wenn alles passt, die letzte (kleine) Umlenkrolle installieren. Kurbelwelle langsam zwei volle Umdrehungen von Hand durchdrehen. Die Markierungen auf den Rädern müssen wieder exakt übereinstimmen (die Striche auf dem Riemen stimmen nach dem Drehen nicht mehr überein – das ist normal).
Die kleine Umlenkrolle festschrauben (falls noch nicht geschehen).
Sicherungsstift am Riemenspanner ziehen. Der Riemen wird gespannt.
Kurbelwelle erneut durchdrehen, Steuerzeiten kontrollieren. Alle Rollen mit dem Drehmomentschlüssel nachziehen (Richtwerte: Rollen ~39 Nm, Spanner ~39 Nm, kleine Schrauben ~25 Nm – Werte unbedingt mit Handbuch abgleichen).
Zahnriemenabdeckungen, Kurbelwellenscheibe (korrektes Drehmoment!), Keilriemen und Kühler wieder montieren.
Kühlmittel auffüllen. Wichtig: Das Kühlsystem muss sorgfältig entlüftet werden (Warmlaufen lassen mit offenem Deckel, Drehzahl variieren), um Luftblasen und Überhitzung zu vermeiden.
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